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Festprogramm, Rückblick, Vorschau
50 Jahre Schützengau Maintal

Am 19. und 20.September 2015 feierte der Schützengau Maintal sein 50-jähriges Bestehen mit einem Ehrenabend, Gottesdienst, Umzug und Fest. In der Eisenbacher Sport- und Kulturhalle konnte Gauschützenmeister Otto Rummel zahlreiche Vertreter aus Vereinen, Politik und Gesellschaft begrüßen.

Lange nach den Ursprüngen des Schützenwesens - erste urkundliche Erwähnungen gehen auf das 12. Jahrhundert zurück - gab es bereits kurz nach dem 2. Weltkrieg im westlichen Teil des Bayerischen Spessarts zahlreiche Schützenvereine. Dies waren zum Teil ältere Schützenvereine, die ihr Vereinsleben wieder aufgenommen hatten, und zum Teil neu gegründete Vereine. Aus deren losem Zusammenschluss war 1952 der Schützengau Main-Spessart entstanden. 1964 wurde der Beitritt zum Bayerischen Sportschützenbund e.V. beschlossen. Das Einzugsgebiet des Gaus Main-Spessart war aber riesengroß und für damalige Verkehrsbedingungen gestaltete sich die Anreise zu Rundenwettkämpfen und Pokalschießen doch manchmal recht schwierig. Aus solchen vorwiegend logistischen Überlegungen entstand 1965 die Idee, die Schützenvereine der damaligen Landkreise Miltenberg und Obernburg sowie der angrenzenden Gemeinden im Landkreis Aschaffenburg zum neuen Schützengau Maintal zusammenzufassen. Nach gründlicher Vorarbeit wurde die formale Gründung des neuen Gaues am 17.12.1965 im Schützenhaus "Diana" in Elsenfeld vollzogen.

In seiner Chronik am Festabend des 19.09. berichtete 1. Gauschützenmeister Otto Rummel über die weitere organisatorische Entwicklung des Schützengaus Maintal, über zahlreiche sportliche Erfolge und gelungene gesellschaftliche Veranstaltungen. Er artikulierte den Dank an alle, die im Laufe der wechselvollen Geschichte ihren Beitrag zum Gelingen des Schützengau Maintal beigetragen haben, an Vereine, aktive Schützen und passionierte Mitglieder. Die Chronik schließt mit dem Ausblick: Wir hoffen und wünschen, dass unser Gau Maintal gefestigt in die nächsten 25 und 50 Jahre geht und es auch dann noch Menschen gibt, die sich zum Wohle des Schützenwesens einsetzen.

Am Sonntagvormittag hielt Pater Mario Muschik in der Eisenbacher Kirche einen Festgottesdienst und stellte dabei das Thema »Schützen« in den Mittelpunkt. Die Jagdhornbläser des Schützenvereins Eschau, die Jägervereinigung Kahlgrund und der Musikverein Harmonie Eisenbach sorgten für die musikalische Begleitung im Gottesdienst. Nach dem Gottesdienst zogen die Schützen in einem farbenprächtigen Festzug unter Begleitung von Blasmusik von der Kirche zur Sport- und Kulturhalle, wo sie von einer Abteilung Böllerschützen gebührend begrüßt wurden.

Die Grußworte der Vertreter aus Politik und benachbarten Schützengauen bildeten den zentralen Dreh- und Angelpunkt des Festprogramms am Sonntag, 20.09. Nach Festreden und Mittagessen wurde noch kräftig weitergefeiert. Einige Schwerpunkte aus den Grußworten:

Obernburgs zweiter Bürgermeister Simon Giegerich hob hervor, dass der Bürgermeister der damals noch eigenständigen Gemeinde Eisenbach, Emil Hohm, an der Gründung des Gaus Maintal beteiligt war. Giegerich lobte die lokalen Schützenvereine aus Obernburg und Eisenbach für ihr ehrenamtliches Engagement und ihre Jugendarbeit. Er wünschte, dass der Gesetzgeber immer das richtige Maß finde, um den Schießsport, der ein Teil der Kultur und Gesellschaft sei, auf ehrenamtlicher Basis zu erhalten.

»Wer keine Vergangenheit hat, der hat auch keine Zukunft«, betonte Bundestagsabgeordneter Alexander Hofmann. Er appellierte an die Vereine, Traditionen zu erhalten und erwähnte besonders den Beitrag des gefeierten Schützengaus zur Wahrung von Glauben, Tradition und Kultur.

MdL Martina Fehlner sagte, hier sehe man 50 Jahre gelebte Tradition, Gemeinsinn und Heimatgefühl. Daher gebühre den Schützen Anerkennung und Wertschätzung.

MdL Berthold Rüth berichtete, dass er am Vortag die Führung des BSSB getroffen habe und übermittelte deren Grüße. Rüth wies mit Humor darauf hin, dass jeder, der einem Verein im Schützengau beitritt, Neues, nämlich Schießen, lernen und nette Leute treffen kann, wie eine Werbung aus frühen Zeiten etwas zweideutig darstellt.

MdL Dr. Hans Jürgen Fahn erinnerte die Funktionäre daran, dass sie gesellschaftliche Verantwortung tragen und einen unschätzbaren Beitrag zur Bürgergesellschaft leisten - durch ihre tägliche Auseinandersetzung mit den anstehenden Problemkreisen Nachwuchssorgen und ehrenamtliches Engagement.

BLSV-Kreisvorsitzender Adolf Zerr zeigte die Gemeinsamkeiten zwischen dem Schützenwesen und anderen Sportarten, insbesondere dem Fußball, auf. Überall sei das aktive Mitwirken der Beteiligten einer der wesentlichen Faktoren.

Der Schützenmeister des Gaus Main-Spessart, Reinhold Köppel, erinnerte an die Geschichte der Schützen und ging noch einmal im Detail auf die Gründung des Schützengaus Maintal ein. Da das Gaugebiet zu groß wurde, sei 1965 der Schützengau Maintal gegründet worden. Köppel überreichte Gauschützenmeister Otto Rummel als Erinnerung einen Ehrenwimpel.

Der Schützenmeister des Gaus Mittelmain, Thomas Müssig, lobte die gute, problemlose Zusammenarbeit zwischen den benachbarten Gauen.

Nach dem traditionellen "Gut Schuss!" blieb man bei Speisen und Getränken sowie angeregten Gesprächen mit Gleichgesinnten noch lange beisammen.

GSM Otto Rummel verliest die Chronik am Festabend des 19.09.

Teilnehmer des Festabends

Umzug der Schützen vom Gottesdienst zur Festhalle am 20.09.

Begrüßung der Schützen mit Blasmusik und Böllern

Einzug der Fahnen in die Sport- und Kulturhalle Eisenbach


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Horst Müller
Gau-Pressereferent

 

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