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Gauschützentag 2017
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Maintal-Gauschützentag am 12.03.2017 in Dammbach

Zur Eröffnung des diesjährigen Gauschützentags traf man sich kurz vor 9 Uhr zum ökumenischen Gottesdienst in der Kirche St. Wendelin im Ortsteil Krausenbach. Anschließend ging der Zug der Fahnenabordnungen durch die Gemeinde und zog in die Dammbachtalhalle ein.

Pünktlich um 10:30 Uhr begrüßte der 1. Schützenmeister des Schützenvereins Dammbach, Ralf Bauer, die rund 180 Teilnehmer des Gauschützentags - Vorstände, Fahnenabordnungen, Delegierte, verdiente Funktionäre - und wünschte gutes Gelingen.

Der 1. Gauschützenmeister Otto Rummel begrüßte die Ehrengäste: Landrat Jens Marco Scherf, Bürgermeister Roland Bauer, MdL Martina Fehlner, MdL Berthold Rüth, den 1. Bezirksschützenmeister Matthias Dörrie und 3. Bezirksschützenmeister Gottfried Hörning sowie die Gauehrenmitglieder Rita Hock, Hermann Hanus und Robert Kullmann.

In ihren anschließenden Grußworten nahmen die Ehrengäste in origineller Weise Bezug zu ihren jeweiligen Verbindungen zum Schützensport und der aktuellen Veranstaltung.

Bürgermeister Roland Bauer nutzte die Gelegenheit, um den aus Nah und Fern angereisten Teilnehmern seine Gemeinde vorzustellen. Im Hochspessart am Rande des Landkreises Aschaffenburg gelegen, aus der Gebietsreform der 70er Jahre durch Zusammenschluss der ehemals selbständigen gemeinden Wintersbach und Krausenbach entstanden, ist Dammbach heute in einer größeren Verwaltungsgemeinschaft eingebunden und zeichnet sich unter anderem durch überdurchschnittlich hohen Wohn- und Freizeitwert und natürlich durch seinen Schützenverein aus.

Der Miltenberger Landrat Scherf betonte, dass er mit viel Freude die Einladung zum Gauschützentag angenommen habe und überbrachte auch die Grüße seines Aschaffenburger Kollegen Dr. Ulrich Reuter. Der Hauptgrund, warum man sich in Bayern überdurchschnittlich wohlfühlt, sind laut Scherf die dort wohnenden Menschen. Und gerade die Schützen sind ein sehr repräsentativer, zu Recht stolzer, traditionsbewusster Teil dieses ausschlaggebenden Attraktivitätsfaktors.

MdL Martina Fehlner aus Aschaffenburg stellte angesichts des Präsidiumstisches mit Genugtuung fest, dass bei den Schützen die "Frauenquote" mehr als erfüllt ist. Man fühlt hier Geborgenheit und Sicherheit, und das ist Heimat. Sie berichtete, dass sie einmal Gelegenheit hatte, im Schießstand zu stehen und seither die Ruhe, Konzentration und Präzision der Schützen bewundert. Jene Erfahrung will sie bald wiederholen und sich erneut im Schießstand versuchen.

MdL Berthold Rüth aus Eschau spannte den Bogen vom Inhalt der vorhin im Gottesdienst venommenen Predigt zum Schützenwesen. Buße heißt weniger Bestrafung als vielmehr Förderung. Und Letzteres, nämlich speziell die Förderung des Sports, bezweckt auch die kürzlich im bayerischen Landtag verabschiedete Aktualisierung der Förderrichtlinien, beispielsweise für vereinfachte Antragstellung und großzügigere Bezuschussung bei Baumaßnahmen.

Der erstmalig als 1. Bezirksschützenmeister teilnehmende Matthias Dörrie hatte das Amt vor knapp einem Jahr beim Bezirksschützentag in Veitshöchheim von Ehrenschützenmeister Siegfried Schmitt übernommen. Dörrie erläuterte seine Bewertung von ZIS (Zukunft im Schießsport) und der dort gebotenen Möglichkeit der Durchmeldung von Ergebnissen der Gaumeisterschaften direkt zur Bayerischen Meisterschaft sowie den daraus abzuleitenden Konsequenzen für die Limitzahlen. Sodann referierte er über Pläne zur Intensivierung der Funktionärsausbildung, insbesondere im Jugendbereich und über das neuerdings eingeführte Blasrohrschießen. Er lud ein zum Bezirksschützentag am 26.3. in Zeil am Main sowie zum Deutschen Schützentag am 29.4. in Frankfurt.

Nach dem Verlesen der Tagesordnung und des Protokolls des letztjährigen Gauschützentags durch Schriftführerin Angela Hepp folgte der Bericht des 1. Gauschützenmeisters Otto Rummel mit Rückblicken auf wichtige Ereignisse des vergangenen Schützenjahres und Ausblicken auf die nächsten anstehenden Termine. Der Schützengau Maintal wird mit ca. 200 Teilnehmern und eigener Kapelle am Deutschen Schützentag in Frankfurt teilnehmen. Otto Rummel dankte den Vertretern der Mitgliedsvereine für allezeit konstruktive Zusammenarbeit, der Gauvorstandschaft für mannigfaltige Unterstützung und ganz besonders seiner Frau, die "ohne Murren sein Ehrenamt mit Freude erträgt". Er verlas sodann den Bericht von Hugo Konrad über die in der vergangenen Saison intensivierten gemeinsamen Trainingstage der Jugend. Otto bestätigte, dass diese Veranstaltung sehr positiv angenommen wird und bereits erfreuliche Erfolge zu verzeichnen sind, die eindeutig darauf beruhen.

Die Berichte der Fachabteilungen waren den Vereinen in schriftlicher Form verteilt worden, so dass sich die Referenten im Vortrag jeweils auf das Wesentliche konzentrieren und kurz fassen konnten. Das Wesentliche aus den schriftlich vorliegenden Berichten und den Vorträgen in der Veranstaltung:

Gausportleiter Alfons Hock berichtete, dass 694 Rundenwettkampfpässe verlängert und 170 neu ausgestellt wurden. Es schießen etwa zehn Mannschaften mehr als in der vorherigen Saison, eine direkte Auswirkung des geänderten Wettkampfmodus. 138 Mannschaften aus dem Maintal beteiligten sich an Rundenwettkämpfen auf Gauebene, 7 Mannschaften auf Bezirksebene und eine in der Bayernliga. Eindrucksvoll ist die Liste der Siege und Platzierungen bei Meisterschaften

Gaujugendleiterin Laura Hess berichtet in ihrem umfangreichen schriftlich vorliegenden Bericht über die Teilnahme von Vertretern der Jugend aus dem Maintal an Jugendvergleichschießen, die zweitägige Bewirtschaftung des Saftmobils auf der Michaelismesse in Miltenberg, den Multi-Kulti-Tag in Kirchzell und die bereits erwähnten gemeinsamen Jugendtrainings. Die Jugendlichen "hatten sportliche Erfolge, zeigten viel Engagement und natürlich ist der Spaß auch nicht zu kurz gekommen".

Gaudamenleiterin Ursula Stowasser berichtete über Pokalschießen, Damenbezirksrunde und Gau-Damenschießen und forderte zu aktiver Teilnahme an den Veranstaltungen der laufenden Saison auf.

Der Bericht des Bogenreferenten Thomas Wamsler betont erneut die Freude darüber, dass die Bogenabteilungen der Vereine weiterhin wachsen. Hallenkapazitäten und Trainingsmöglichkeiten im Winter lassen Wünsche offen. In der vergangenen Saison hat man sich erstmalig auch mit dem Blasrohrschießen befasst.

Gauschatzmeister Armin Ackermann präsentierte Einnahmen und Ausgaben, und eine ausgeglichene Bilanz. Er bedankte sich für die reibungslose Zusammenarbeit mit den jeweiligen Kassenwarten der Mitgliedsvereine und die Unterstützung durch seinen Vorgänger Robert Kullmann. Kassenrevisor Reinhard Stowasser berichtete über die gemeinsam mit Monika Keil durchgeführte Kassenprüfung, attestierte dem Schatzmeister einwandfreie Kassenführung und beantragte die Entlastung des Kassiers und des Gauschützenmeisteramtes, die von der Versammlung einstimmig erteilt wurde.

Die anschließenden Ehrungen sind als kleiner Dank zu verstehen für die Arbeit, die verrichtet und für die Zeit, die geopfert wurde. Geehrt wurden: Nico Rein (Eschau) und Willi Trillinger (Wenigumstadt) mit der Goldenen Ehrennadel vom DSB - Heinz Fenn (Klingenberg) und Wolfgang Heß (Eisenbach) mit der kleinen Ehrennadel des BSSB - Ralf Steiniger (Eschau) mit Bezirk Silber - Alfons Hock (Trennfurt) mit der Gauehrenspange Gold - Armin Ackermann (Röllbach), Erik Reichert (Bürgstadt), Andreas Grimm (Weilbach), Ralf Bauer, Martin Hartwig und Karl Bauer (alle Dammbach), Kurt Becker (Kleinwallstadt), Rüdiger Bilz (Mespelbrunn), Alexander Salg (Wörth) und Hans Weber (Sulzbach) mit der BSSB Verdienstnadel "in Anerkennung" - Egon Sämann (Umpfenbach) mit dem Gauehrenzeichen Silber - Peter Lehmann (Kleinwallstadt) mit dem DSB Protektoratsabzeichen gross Silber - Stefan Andres (Eisenbach) mit dem BSSB Protekoratsabzeichen Silber - Richard Müller (Hausen) mit der Gauehrenspange Bronze - Laura Heß (Eisenbach), Michael Eckerlein (Miltenberg), Michael Fäth und Rüdiger Hirsch (beide Dammbach) mit dem Gauehrenzeichen für besondere Verdienste Silber - Sebastian König, Burkhard Kuhn und Heiko Schüssler (alle Weilbach) mit dem Gauehrenzeichen für besondere Verdienste Bronze - sowie Johannes Klemm (Eschau) mit dem Böllerehrenzeichen Silber.

Unter dem Tagesordnungspunkt Verschiedenes besprach Gausportleiter Alfons Hock noch die Organisation einiger sportlicher Veranstaltungen und forderte zur Anmeldung für den 6-er-Krug auf.

Abschließend bedankte sich Gauschützenmeister Otto Rummel beim 1. Schützenmeister des gastgebenden SV Dammbach, Ralf Bauer, und seinen fleißigen Helfern für die Organisation des Gauschützentags und beschloss die Versammlung mit den besten Wünschen für die Zukunft und dem traditionellen dreifach kräftigen "Gut Schuss!"

Zahlreiche Ehrenurkunden und Medaillen gab es
beim Gauschützentag 2017 des Schützengau Maintal

Präsidium und Ehrengäste des Gauschützentags 2017 im Maintal

Aufstellung zum Schützenzug vor der Kirche
St. Wendelin in Krausenbach

Der Schützenzug durch Dammbach wird von Böllerschützen begleitet

Die Fahnen sind in die Dammbachtalhalle eingezogen.
Otto Rummel eröffnet den Gauschützentag 2017 im Maintal

 

Horst Müller
Gau-Pressereferent

 

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