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Jugendtraining 2017
Höhere Ziele im Visier - Jugendtraining im Schützengau Maintal

Vor etwas mehr als zwei Jahren wurde im Schützengau Maintal eine neue Institution geschaffen - ein regelmäßiges, gemeinsames Gaujugendtraining. Erklärtes Ziel war damals eine Anhebung des bis dahin unbefriedigenden Leistungsniveaus im Jugendbereich.

Am Sonntag, 1. Oktober fand das diesjährige Bezirksjugendvergleichsschießen in Kleinlangheim statt. Nachdem man die Vorrunde gegen den Gau Main-Spessart souverän gewonnen und in den letzten Wochen intensiv trainiert hatte, durften sich die Jugendlichen dort mit den ausgewählten Vertretern von fünf weiteren Gauen in Unterfranken messen. Geschossen wurde in drei Klassen - Schüler, Jugend und Junioren je zwei Sportler - jeweils ein volles Programm, d.h. 40 Schuss mit dem Luftgewehr bzw. der Luftpistole. Die Summe der erzielten Ringe war entscheidend für die Platzierung, sowohl im Einzel-, als auch im Mannschaftswettkampf.

Potentielle Teilnehmer und ihre Betreuer in den Vereinen waren damals zum Teil skeptisch, in weit größerem Umfang aber neugierig.

Wie sehr sich das Leistungsniveau der Jugendlichen im Schützengau Maintal verbessert hat, konnte man in den letzten Rundenwettkämpfen, bei den diesjährigen Meisterschaften und, sehr eindrucksvoll, beim Bezirks-Vergleichsschießen feststellen. Und dass die anfängliche Skepsis einer starken Begeisterung weichen musste, erkennt man bei jedem Gaujugendtrainings-Nachmittag, aber auch in den Einzeltrainings im jeweiligen Verein.

Das Gaujugendtraining findet alle paar Wochen an einem Samstag Nachmittag auf elektronischen Ständen im Schützenhaus des SV Hausen statt. Der Gastgeber und Betreuer, Schützenmeister Hugo Konrad, und einige erfahrene Schützen schauen sich zunächst einmal die Herangehensweise des jugendlichen Sportlers an, geben Tipps, nehmen kleine Korrekturen vor und vereinbaren ein zielgerichtetes Trainingsprogramm. Jede Maßnahme wird auch begründet, um das notwendige Verständnis des Betroffenen sicherzustellen und seine Bereitschaft zum Verlassen eingefahrener Gleise zu erhöhen. Die beste Motivation ist dann gegeben, wenn der Jugendliche selbst erkennt, dass seine Ergebnisse besser werden. Es gibt mehrere Cracks, die vor Beginn der gemeinsamen Jugendtrainings im Schnitt knapp über 320 Ringe schossen und sich jetzt, nach relativ kurzer Zeit, im Bereich von 380 Ringen wiederfinden.

Neben den kleinen individuellen Korrekturen ist aber auch die Stärkung des Gemeinschaftsgefühls, des Mannschaftsgeists, der Zusammengehörigkeit, wichtig. Man schaut, was andere machen, probiert es auch aus, gibt sich gegenseitig Ratschläge und freut sich mit den Anderen über deren Erfolg.

Wie man erkennen kann, ist seit einigen Jahren mit konsequentem und intensiviertem Jugendtraining eine stetige Aufwärtsentwicklung festzustellen, die jetzt in dieses hervorragende Ergebnis mündet.

Die Jugendlichen werden angehalten, sich selbst Ziele zu setzen und darauf hinzuarbeiten: höherer Wettkampfschnitt, Aufstieg mit der Mannschaft in eine höhere Klasse, bessere Platzierung bei Meisterschaften. Nachdem das erste Ziel, die Anhebung des jeweiligen Rundenscnitts, relativ bald erreicht war, wird jetzt von Hugo Konrad und der Betreuerriege erhöhter Wert auf konstante Leistung gelegt. Mit großer Freude und Stolz nimmt man zur Kenntnis, wenn Jugendliche berichten, dass ihre Trainings- und Wettkampfergebnisse, egal ob daheim oder auswärts, annähernd gleich sind. Der Nachsatz "Ein bisschen Mehr geht immer!" bleibt trotzdem nicht aus, denn die Jugendlichen sollen sich keineswegs mit dem Erreichten zufriedengeben.

Nachdem zu Beginn die Teilnehmerzahl beim Gaujugendtraining "überschaubar" war, hat sie sich zwischenzeitlich auf einem Niveau eingependelt, wo die 12 zur Verfügung stehenden elektronischen Stände sehr schnell und im Laufe des Nachmittags mehrfach belegt sind. 14 Vereine aus dem gesamten Schützengau haben sich am Training am 19. November 2017 beteiligt, vom nordwestlichsten Ende in Wenigumstadt, bis zur südöstlichsten Ecke in Umpfenbach. Fast jeder hat bei der Verabschiedung gefragt, wann das nächste Training geplant sei - wohl noch vor Weihnachten, aber der genaue Termin wird auf der Gau-Homepage (www.gau-maintal.de) angekündigt.

Vor wenigen Wochen hatte Gauschützenmeister Otto Rummel berichtet, dass er bei den diesjährigen Bayerischen Meisterschaften Standaufsicht gemacht hat und mit besonderer Freude feststellen konnte, dass wesentlich mehr Jungschützen aus dem Maintal sich qualifiziert hatten und dass die Platzierungen deutlich besser waren als in den Vorjahren. Das "Weiter so!" möchte er aber nicht im Sinne von Niveau halten, sondern als "Aufwärtstrend fortsetzen!" verstanden wissen. Eine ganz klare Zielansage.

Richtig stolz kamen vor wenigen Wochen die Jungschützen und ihre Betreuer vom Bezirks-Jugend-Vergleichsschießen in Kleinlangheim zurück, wo sie sowohl in den Einzel- als auch in den Mannschaftswettkämpfen, zum Teil deutlich überlegen, fast alle Disziplinen und Klassen gewonnen hatten. Durchaus verständlich wenn dann - vorerst noch hinter vorgehaltener Hand - festgestellt wird: Wenn wir so weiter machen, nimmt in ein paar Jahren mindestens einer von uns an den Olympischen Spielen teil! Das wäre bestimmt ein lohnenswertes Ziel.

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Horst Müller
Gau-Pressereferent

 

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