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Bezirksjugendtag 2005
Ein ganz normaler Tag?

13.03.2005 - Sonntag früh, der Wecker schreit, schon wieder mal nicht ausschlafen. Kaffee, Brötchen, Waschen und los geht´s. Moni ist schon fertig, unterwegs noch Angi mitnehmen. Patrick wartet mit Julian und Matthias in Kleinheubach bei der Firma Ruf auf uns. Hallo Leute, einen schönen guten Morgen. Umsteigen in den Ruf-Bus und ab über Miltenberg, Lohr, Hammelburg, Bad Kissingen nach Nüdlingen. Am Schützenhaus angekommen sehen wir eigentlich die Gesichter, die wir immer sehen wenn wir im Bezirk Unterfranken unterwegs sind. Nach kurzer Begrüßung durch den 1. Bezirksjugendleiter (komm.) Michael Groß wurden wir dann getrennt. Jugendsprecher und Delegierte nach oben, Jugendleiter nach nebenan in den Besprechungsraum. Wie, wer, was, wo, wann und überhaupt, so viele Fragen bei so wenig Zeit zum Antworten. Es gibt noch viel zu tun, damit unsere Jugendarbeit so erfolgreich weitergeht. Die Zeit läuft durch die Finger, es ist schon Zeit für den angesagten Museumsbesuch beim Heimatverein Nüdlingen.

Kaum angekommen wurden wir in zwei Gruppen geteilt. Zuerst der Kurzbesuch bei den alten Spritzen der Feuerwehr Haard dann ab ins Museum und na schau mal, wirklich sehr schön. Viele alltägliche Gegenstände unserer vorhergegangenen Generationen.

Schränke, Vitrinen, Butterfass, Bettflasche, Bilder ein alter Küchenherd so viele schön gepflegte Wertgegenstände aus der guten alten Zeit.

Nachdem der Besuch im Museum beendet war ging es zurück ins Schützenhaus, wo in der Zwischenzeit unsere Gaujugendkönigin Silke Ascher auf die Bezirkskrone geschossen hat. Womit gesagt ist, das die zweite Gruppe aus unserem Gau unter der Führung von Hugo Konrad und der Familie Ascher auch angekommen ist. Nur so nebenbei, wir sind nach den Hausherren wieder die stärkste Gruppe. Nach ein paar „Hallo, wie geht´s“ gibt´s dann endlich Mittagessen.

Jetzt begann der offizielle Teil.

Michael Groß begrüßt Gäste und Schützenjugend, er eröffnet den Bezirksjugendtag im Gau Rhön-Saale, beim Sportschützenverein Nüdlingen. Dann Grußworte des Nüdlinger Schützenmeisters, des 2. Gauschützenmeister Gau Rhön-Saale und unserem Siggi ( 1. Bezirksschützenmeister), der unseren Gau lobenswert hervorhob. Nach den Worten des Landesjugendleiters Locher ging es dann zu den Protokollen. Michael machte es sehr kurz, unsere Bezirksjugendsprecherinnen noch kürzer, was ihnen die ungläubigen Blicke von Josef Locher und unserem 3. Landesjugendleiter Florian Herrnleben einbrachte. Da ist nichts, und wo wir waren geschah nichts außerordentliches. Einen Kassenbericht gibt es nicht bei der Jugendleitung, also wurden die drei die da waren auch schnell Entlastet. Dann endlich Siegerehrungen. Zuerst die Bogenschützen, schade das unsere Bogenschützen nicht teilgenommen haben. Dann war es Zeit zum Schafe melken. Michael hatte für dieses Jahr mal was anderes. Nicht immer diese Messingpokale, die schon bei den meisten auf dem Dachboden stehen, nein heute gibt es Rhönschafe. Wieder verwunderte Blicke von der Landsjugendleitung, bei uns in Unterfranken ist alles eben ein wenig anders, aber eine Määhhh-gaudi an den Tischen. Nach der Preisverleihung richtete Michael noch ein paar nachdenkliche Worte an die Landesjugendleitung, unsere Jugend müsse immer über 400 schießen um überhaupt beachtet zu werden. Worauf Josef Locher kein einziges Wort verlor, nicht ja und auch nicht nein.

Danach sprach er die leeren Plätze an seiner Seite an, manche der Bezirksjugendsprecher waren mit ihrer Arbeit wohl überfordert und haben „gekündigt“. Der Bezirk Unterfranken sucht bis zum Bezirksjugendtag 2006 in Hausen noch fähige Jugendsprecher, die dann kommissarisch eingesetzt werden. Eine 2. Bezirksjugendleiterin (komm.) war mit Ute Back schon gefunden. Zu unserer Freude haben sich noch zwei Jungs als Jugendsprecher gemeldet. Der erste Bezirksjugendsprecher kommt aus unserem Gau, schießt bei Wilhelm Tell Obernburg und heißt Julian Klug. Das ging schnell, ohne viele Worte und Überzeugungsarbeit.

Eigentlich zufrieden mit dem Ergebnis des heutigen Tages schloss Michael Groß den Bezirksjugendtag in Nüdlingen. Nach dem offiziellen Teil wurden noch einige Worte mit Gästen anderer Gauen gesprochen. „Pistolentraining in Gau und Bezirk, Jugendwettkampfrunde in den Gauen, Bezirkszeltlager“, es gibt noch so vieles zu klären.

Dann Endlich ein „Tschüß, bis zum nächsten mal“, und es geht nach Hause.

Ab in den Bus der Firma Ruf und ohne Zwischenstopp durch nach Kleinheubach. Ein paar letzte Worte mit den Mitstreitern aus dem Maintal, ab ins Auto und rein in den Spessartwald. In Hobbach noch mal Zwischenstopp, eine Pizza reinziehen und mit Moni und Angi über den Tag reden. Müde, satt und zufrieden, es ist halb neun, Angi ist auch Zuhause, wir fahren die letzten 4 KM auf die Geishöhe. Immer noch 35 cm Schnee, geht den der gar nicht weg? In der Wohnung angekommen, Computer anwerfen, Bilder von der Camera ziehen und für Uwe auf CD brennen damit sie schnell auf unsere Homepage kommen. Moni hat den Fernseher an, hab aber eigentlich gar keine Lust mehr, will schlafen, muss morgen früh wieder kurz vor 5 aufstehen.

Bilanz des Tages: Ein Sonntag auf der Couch ist ein schöner, aber auch nutzloser Tag - Ein Sonntag für die Jugend unterwegs, ist anstrengend aber sinnvoll.

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Bis bald Euer

 

Reinhard Bohlig
(2. GJ-Leiter)

 

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